Eine makellose Geburt

    Auf seiner Geburt ruhte keinerlei Makel. Mit nichts konnte sie verglichen werden. Er kam ja weder aufgrund fleischlicher Begierden zur Welt noch wurde er in Schuld nach dem Gesetz der Sünde geboren.

    Gott erwählte sich eine königliche Jungfrau aus dem jüdischen Stamm Davids. Sie sollte die heilige Frucht in sich aufnehmen und empfing den Sohn Gottes und der Menschen zunächst geistlich in ihrem Herzen und danach tatsächlich in ihrem Mutterleib. Damit sie nun wegen etwas derart Ungewöhnlichem nicht die Fassung verlieren würde, teilte ihr der Engel mit, was der Heilige Geist in ihr bewirken sollte. Und so glaubte sie daran, dass sie ihre Jungfräulichkeit nicht verlieren würde, sondern dazu bestimmt war, die Gottesgebärerin zu werden. Warum sollte sie auch diese neue Art der Empfängnis infrage stellen, wenn der Engel ihr versprochen hatte, dass die Macht des Höchsten dies vollbringen würde.

    Eine Stärkung erhielt ihr gläubiges Vertrauen durch ein anderes Wunder, das ihrem vorausging: Ihre Verwandte Elisabeth durfte sich über Kindersegen freuen, obwohl sie aufgrund ihres Alters nicht mehr darauf hätte hoffen können. Damit gab es keinen Zweifel, dass derjenige, der eine Unfruchtbare Kraft zur Empfängnis geben konnte, dies auch bei einer Jungfrau zu tun vermochte.

    »Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden« (Lk 1,34-35).

    Ein Tagesimpuls von Leo dem Großen

    Aus: »Sermones«, Bibliothek der Kirchenväter, sprachlich überarbeitet. 
    25. November 2021, 5:00 Uhr

    Quaerere Deum, invenire beatidudinem

    Ewiges Leben ist, Gott zu erkennen. Das ist Glückseligkeit, sagen die Heiligen. Mit anderen Worten: Dein Leben wird unendlich voll, wenn du mit Gott unterwegs bist. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Ist echte Glückseligkeit im Alltag wirklich möglich? Diese Fragen stehen hinter den Veröffentlichungen des Giskim-Projekts. Erfahre mehr im regelmäßigen Newsletter und, wenn du willst, unterstütze die Arbeit von Giskim!

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