Die Kirche im Kornfeld, Teil I

    Ein einäugiger Wandermönch und ein junges Ehepaar stoßen auf eine heruntergekommene Kirche inmitten ungewöhnlich hoch wuchernder Kornfelder. Als sie sich das verlassene Gebäude ansehen, fangen seltsame Dinge an zu geschehen …

    Eine Kurzgeschichte von C. K. Ashling

    16. November 2021, 11:00 Uhr
    »Mitten aus dem Korn ragt ein weißer Holzturm mit einer eingefallenen schwarzen Spitze. Dunkel, wie ein Mahnmal für die Vergänglichkeit menschlicher Existenz, zeichnet sich die Ruine gegen den strahlend blauen Himmel ab.« Bild: Fionn Westermeier.

    Claas und Grace streiten sich. Das tun sie öfters, seit sie vor über vier Stunden den Flughafen von Denver mit dem Mietauto verlassen haben. Zum dritten Mal haben sie die richtige Ausfahrt verpasst. Grace sitzt auf dem Beifahrersitz und hält die Straßenkarte von Colorado in Händen. Claas deutet an, dass sie sie falschherum halten könnte. Das hätte er nicht tun sollen. Grace schäumt. Im Autoradio dröhnt Nick Cave & The Bad Seeds’»Red Right Hand«. Vor den beiden liegen goldglänzende Kornfelder, deren Ähren sich sanft im Wind bewegen. Dunkelrote Felsen säumen den Horizont. Der Straßenasphalt flimmert im Licht der hochstehenden Mittagssonne und gleicht einem dunklen, stillen Fluss, der unter dem wolkenlosen, fast azurblauen Himmel in die Unendlichkeit zieht. Gänseblümchen leuchten zwischen dem hohen, vergilbten Gras am Straßenrand hervor.

    Sie sind auf der Suche nach Asenworth, wo Claas ein Vorstellungsgespräch am Spear College hat. Sein Traumjob. Ein Lehrer des privaten Petron-Gymnasiums in Baladingen (dem kleinen Ort in Deutschland, wo er aufgewachsen ist und mit seiner Familie lebt) hat ihm die Stelle empfohlen. Die beiden Eheleute sind so in ihrem Streit vertieft, dass sie den eigenartigen Wanderer am Straßenrand rechts vor ihnen zunächst gar nicht bemerken.

    »Schatz« – ihre Stimme ist scharf –, »wieso sagst du sowas?« Grace wirft ihre Hände in die Luft und schlägt mit den Knöcheln ihrer Finger gegen die Autodecke. »Ich weiß, wie man Karten liest. Hey, wer war denn derjenige, der sich nie orientieren konnte, als wir noch in Leeuwendaal studiert haben?«

    Er nuschelt: »Wieso fahren wir dann im Kreis?«

    Der Wagen rauscht am einsamen Wanderer vorbei. Staub und Sand schlagen ihm ins Gesicht; er muss husten und krümmt sich. Grace sieht seine schmächtige Gestalt im rechten Augenwinkel.

    »Hey, da war jemand am Straßenrand. Ich glaub, wir haben ihn gestreift. Halt an.«

    »Was?«

    »Halt an!«

    Claas steigt auf die Bremse und der Ford Escort stoppt mit kreischenden Reifen. Er schaut nach hinten und sieht einen kleinen, ausgemergelten Mann in einer schwarzen Kutte.

    »Was ist das?« Claas wirft den Rückwärtsgang ein und setzt langsam zurück.

    Grace blickt in den Rückspiegel und sieht das Gesicht des alten Mannes: die große Narbe unter einer schwarzen Augenklappe, unzählige Furchen und Altersflecken im Gesicht, den zerzausten Vollbart, die langen Haare, die in Strähnen unter der Kapuze hervorschauen. Ein einäugiger Wandermönch.

    »Hey Schatz, ich glaub, wir sollten doch lieber weiterfahren.«

    »Ach.« Claas winkt ab und hält das Auto vor den Füßen des alten Geistlichen. »Vielleicht weiß er den Weg nach Asenworth.«

    Claas erkennt in ihm einen Benediktiner-Mönch. Das weckt sein Interesse. Er steigt zuerst aus.

    »Sir, kann ich helfen?«

    Er stampft um die Motorhaube herum. Ein wenig zittern die Beine, denn so ein wild aussehender Mönch ist ihm noch nie unter die Augen gekommen. Vielleicht handelt es sich ja auch um irgendeinen Wahnsinnigen in einem Halloweenkostüm. Wer weiß schon, was für Typen allein durch die Weiten der Great Plains von Colorado flanieren. Der einäugige Mönch bleibt an seinem Platz, zwischen den Gänseblümchen am Asphalt, stehen und lächelt. Sein gesundes linkes Auge leuchtet hell, braun und freundlich. Neben ihm zirpen einige unsichtbare Grillen im Gras. Das Zittern in Claas’s Beinen hört auf. Der alte Mann sieht zwar seltsam aus, aber nicht böse.

    »Ein Schluck Wasser wäre sehr freundlich«, sagt dieser und verneigt sich kurz.

    Er spricht Englisch mit einem deutlich holländischen Akzent. Das verwundert Claas bei einem Benediktiner in Colorado. Grace steigt auch aus. Von nahem erscheint ihr der einäugige Mönch nicht mehr so furchteinflößend. Der alte Mann steht gebeugt. Das Leben hat ihn gezeichnet, aber in seinem Gesicht liegt etwas, das Grace anzieht – trotz der Narbe und der Augenklappe. Sie muss an den Weihnachtsmann denken: einen Weihnachtsmann für diejenigen, die nicht ganz so brav gewesen sind, aber doch Mitgefühl brauchen.

    »Hey«, sagt Grace, »können wir dich irgendwohin mitnehmen?«

    »Wohin führt eure Reise denn?«, fragt Vater Antonius und fährt mit der Rechten über seinen struppigen Bart.

    »Asenworth«, sagen beide schnell und werfen sich daraufhin gegenseitig einen tadelnden Blick zu, der sagen will: Warum fällst du mir in die Rede?

    Der einäugige Mönch sieht es und runzelt kurz die Stirn. Dann breitet er seine Arme aus, als wolle er sie um das Ehepaar schließen. Über ihn strahlt der Himmel, die Hitze drückt. Irgendwo, weit hinter Claas, Grace, dem Escort und dem Highway, grummelt’s. Er spricht betont getragen:

    »Geliebte, eine Mitfahrgelegenheit kann ich gut gebrauchen. Vielen Dank! Ich bin Vater Antonius.«

    Das Schweigen im Wagen ist ohrenbetäubend, die Klimaanlage rattert. Claas hat das Radio ausgeschaltet. Er nimmt an, dass ein alter Mönch Rockmusik für Teufelsklänge halten wird. Der neue Fahrgast riecht nach Knoblauch und ein großes goldenes Kreuz hängt um seinen Hals. Mit ihm werden wir keine Schwierigkeiten bei Vampiren haben, denkt sich Claas und unterdrückt ein Grinsen, denn er ist gerade nicht in der Stimmung, mit seiner Frau darüber zu reden, welch belustigender Gedanke ihm gekommen ist. Vater Antonius hockt auf der Mitte der abgesessenen Rückbank, hält eine Wasserflasche von der letzten Tankstelle, wo Claas und Grace ihren Proviant aufgestockt haben, in Händen.

    Zur Linken des Ford Escort breiten sich Kornfelder aus. Die Halme sprießen durcheinander und drohen zugleich, unter dem Gewicht der überreifen Ähren zu zerbrechen. Sie erscheinen ungewöhnlich hochgewachsen, wie Mais, das entschieden hat, von nun an Korn zu sein. Wild wuchert das Getreide, als hätte es schon vor langer Zeit abgeerntet werden sollen und wäre es in Ewigkeit vergessen worden.

    »Da lässt jemand seine Felder brach liegen«, murmelt der Mönch auf der Rückbank.

    Mitten aus dem Korn ragt ein weißer Holzturm mit einer eingefallenen schwarzen Spitze. Dunkel, wie ein Mahnmal für die Vergänglichkeit menschlicher Existenz, zeichnet sich die Ruine gegen den strahlend blauen Himmel ab.

    »Eine Kirche.« Claas nimmt seinen Fuß vom Gas.

    Der Wagen verliert an Fahrt. Über einer Stelle in den Kornfeldern, nicht weit von der Kirche entfernt, kreisen große schwarze Vögel. Vater Antonius hat den Kirchturm aufgrund seiner eingeschränkten Sicht zunächst nicht wahrgenommen. Das Getreide rund um das weiße Gotteshaus steht hoch. Ein Weg, der zur Kirche führen würde, ist nicht zu erkennen.

    »Eine Kirche«, wiederholt er. »Tatsächlich.«

    »Wir können uns die Kirche ansehen«, sagt Claas und bremst weiter, ohne eine Antwort abzuwarten.

    Er will eine richtige Pause. Sein Vorstellungsgespräch ist erst morgen, und bis Mitternacht haben er und seine Frau Zeit, im Asen River Inn einzuchecken, wo sie ein Zimmer reserviert haben.

    »Ja«, sagt Vater Antonius leise, der aber mehr auf das Korn als auf den Kirchturm schaut. Die langen Halme verursachen dunkle Schattenstreifen auf dem glühenden Asphalt.

    Grace seufzt. »Können wir nicht einfach weiterfahren?«

    Claas reagiert nicht, hält den Ford Escort wieder am Straßenrand an, und die Drei steigen aus. Vater Antonius blickt zum Himmel. Fern im Westen braut sich eine dunkle Wand zusammen, in der Blitze zucken und dumpfer Donner grollt. Es ist unklar, ob das Unwetter, noch viele Meilen entfernt, auf sie zukommen wird. Doch die westlichen Gewitterwolken fangen bereits an, trübe Schatten auf den Himmel zu werfen, was eine eigenartige Stimmung über den Kornfeldern erzeugt. Das, was soeben noch in einem satten, fast grünlichen Blau erstrahlt hat, ergraut nun. Die blau-grün-graue Farbmischung, die sich über den Köpfen der Drei auszubreiten beginnt, hat etwas Unwirkliches an sich.

    Die kreise-ziehenden Vögel streiten sich kreischend, weichen aber nicht von ihrer Stelle. Liegt ein Kadaver im Getreide? Claas läuft am Kornfeldrand auf und ab.

    »Da ist gar kein Weg zur Kirche.«

    Die Ähren ragen über seinen Kopf hinaus und versperren ihm die Sicht. Das erscheint ihm merkwürdig, aber er sagt sich, dass die Amerikaner ja ohnehin alles mit Chemie vollpumpen und gentechnisch manipulieren, was sicher auch hier der Fall ist.

    »Ja, fahren wir weiter!«

    Grace schüttelt ihren Kopf und drückt ihre Hände in die Hüften. Ihr schmeckt die Stimmung am überhohen Kornfeldrand ganz und gar nicht. Was sie am meisten stört, ist die fast betäubende Stille in unmittelbarer Nähe. Keine Grillen, keine Singvögel, einzig die schreienden schwarzen Vögel über nur einem bestimmten kleinen Fleck weiter entfernt. Selbst das Rascheln des Windes durch die Ähren verursacht kein Knistern, kein hörbares Rauschen, sondern nur stille Bewegungen.

    »Merkt ihr das auch?«, flüstert sie.

    Die beiden Männer reagieren nicht auf Grace. Sie schüttelt den Kopf. Der Wind treibt Wellen über die schweigende Kornoberfläche. Einen Moment lang kommt es ihr so vor, als hörte sie ein Flüstern, ein Raunen, das dem Wind durchs Getreide folgt.

    Vater Antonius streckt seine Rechte aus und berührt eine der Ähren, die sich zwei Handbreit über dem Zipfel seiner Kapuze unter ihrem Gewicht beugen. Das ist viel zu hoch für jede Art von Getreide. Menschlich gesprochen steht der Mönch vor einer Unmöglichkeit. Geistesabwesend tritt er ins überirdisch hohe Korn.

    »Vater«, ruft Claas, »wohin gehst du?« Die Antwort kennt er schon, aber er möchte vom Geistlichen aufgefordert werden, mitzukommen.

    »Zur Kirche, mein Sohn, zur Kirche.« Vater Antonius redet leise.

    »Ich komme!«

    Claas, der sowieso zur Kirche will, folgt dem alten Mönch auch ohne ausdrückliche Aufforderung ins Getreidefeld hinein. Die Halme und Ähren verschlucken die beiden. Ihre Schritte und Bewegungen sind nicht mehr zu hören, verschwunden in drückender Stille.

    »Schatz, hey, was machst du da?!«

    Grace möchte gar nicht ins Korn treten. Es wächst viel zu hoch, und das macht ihr Angst. Solch gigantische Ähren sind ihr fremd. Sie schaut zu den schreienden Vögeln, die immer noch an derselben Stelle über dem Getreide ihre Runden drehen. Schwer und schwül lastet die feuchte Luft auf ihr. Das Gewitter wird Regen bringen. Die Bluse klebt an ihrer Haut und sie spürt, wie sich der Schweiß in den Achselhöhlen sammelt. Sie verlangt nach dem klimatisierten Auto zurück.

    Claas, vom über seinen Kopf hinauswachsenden Korn umgeben, dreht sich zum Highway und zu seiner Frau zurück und schiebt einige Halme zur Seite.

    »Komm schon, Schatz! Schauen wir uns die Kirche an.«

    Sie seufzt wieder und schüttelt ihren Kopf. Eine Stimme in ihr schreit sie an: Das ist keine gute Idee!

    Trotzdem folgt Grace ihrem Mann. Sie möchte ihn nicht alleine durch die unheimlichen Kornfelder ziehen lassen. Wenn ihm etwas passiert, will sie bei ihm sein. Innerlich schimpfend stapft sie hinter Claas her, in das wuchernde Getreide, das sie bei weitem überragt. Und kaum hat sie den Asphalt der Straße verlassen und ist sie von langen Halmen umgeben, da schmiegt sich auch die schwere Stille an ihren Körper, wie sie sie auf dem Highway schon gespürt hat. Es ist, als werde sie in eine unsichtbare Decke eingehüllt, die alles um sie herum dämpft. Claas pflügt vor ihr durchs Kornfeld; sie hört ihn nicht, sieht aber seinen grauen Anzug zwischen den Ähren. Ein bisschen kommt es ihr so vor wie in einem Traum, in den sie von einem Augenblick auf den anderen getreten ist, in einen dunklen, von bösen Omen geprägten Traum … ohne Ton.

    Quaerere Deum, invenire beatidudinem

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    Von der alten Holzkirche, die von einem roten Sandplatz umgeben ist, geht penetranter Gestank aus. Das Gebäude ist verfallen. Die weiße Farbe blättert von den Brettern ab. Einer der beiden schwarzen Flügel der Eingangstür zum Kirchenschiff steht halb offen. Darüber hängt schlaff eine verwitterte Regenbogenflagge.

    Claas nimmt seine Brille ab und reibt sich die Augen. Im Schatten der alten Kirche fühlt er sich nicht wohl, aber die Neugierde ist größer als das flaue Gefühl im Magen. Das Korn um sie herum wächst so hoch, dass der Highway nicht mehr zu sehen ist. Sanft und tonlos fegt der Wind durch die Getreideähren. Vater Antonius schaut mit offenem Mund um sich. Tief atmet er durch, kehrt sich zur Kirche und zieht den rechten Türflügel vollständig auf.

    »Ugh, das stinkt!« Grace klatscht ihre beiden Hände vor der Nase zusammen.

    Claas grunzt. Vater Antonius rümpft die Nase. Eine faulige Duftwolke, wie von verdorbenen Eiern, schlägt ihnen entgegen. An den leeren Wänden frisst der Schimmel. Die hölzernen Kirchenbänke sind morsch und eingefallen. Mittelpunkt am Ende des Versammlungsraumes bildet eine erhöhte Kanzel, auf dem ein Holzkreuz prangt, dessen beide Arme abgeknickt sind. Das kann kein natürlicher Verfall sein; das ist Vandalismus. Ein Altar ist nicht zu sehen. Der einäugige Mönch bekreuzigt sich und umfasst mit seiner Rechten das goldene Kreuz, das vor seiner Brust hängt.

    Eine Zeit lang bleibt der alte Mann still im Eingang der Kirche stehen, ohne auf die beiden anderen an seiner Seite zu achten, bis Grace darauf drängt, wieder zurück zum Auto zu gehen. Grace und Claas drehen sich zu den Kornfeldern rechts von der kleinen Kirche. Die Luft ist feuchter und schwerer geworden und der Himmel dunkler. Das Unwetter zieht in ihre Richtung, das Gewittergrollen ist deutlicher zu hören. Der Wind flutet stärker durch die Ähren, so, als werde er von der Gewitterfront aus dem Westen gejagt, und lässt das Getreide wie ein aufgewühltes Meer wellen. Er wirbelt durch das lange schwarze Haar von Grace und wirft Strähnen in ihre Augen. Mit beiden Händen packt sie ihre Haare und versucht, sie hinter dem Kopf zu einem Pferdeschwanz oder einer Art Dutt zusammenzubinden.

    Claas ruft plötzlich: »Ich höre Stimmen.«

    »In deinem Kopf, oder was?« Grace klingt schnippischer als sie es selbst beabsichtigt hat. Sie zieht ihr langes Haar, jetzt verknotet, über ihrem Nacken zusammen.

    »Nein, da!« Claas zeigt auf die Kornfelder nach Norden, wo auch die schwarzen Vögel über den Ähren Kreise ziehen.

    »Du hörst doch nur die blöden Vögel!«, ruft Grace aus und wirft ihre Arme in die Luft. Der Wind lüftet durch ihre Bluse, drückt den Stoff gegen die schweißnasse Haut. Angenehm ist das Gefühl nicht, denn die Luft ist warm, nicht kühl. »Komm jetzt, lass die Raben in Ruhe, gehen wir …«, sie schaut zum Himmel hinter den Kornfeldern, »bevor wir in ein Unwetter geraten!«

    Claas hebt seine Rechte und fuchtelt damit, während er seinen Kopf nach vorne reckt. »Nein, hör doch. Da sind Menschen. Sie weinen. Vielleicht brauchen sie Hilfe. Bevor das Gewitter da ist, sind wir wieder zurück bei der Kirche!«

    Und mit dieser Feststellung springt er ins Korn, um auf die Laute zuzugehen. Grace und der einäugige Wandermönch blicken sich an. Eigentlich liebt es Grace an ihrem Mann, dass er sich für alles und jeden interessiert. Doch jetzt verflucht sie die kindliche Neugierde, die Claas so ungefiltert und ungehemmt an den Tag legen kann. Sie beißt auf ihre Lippen, Vater Antonius zuckt mit den Achseln. Dann folgen beide ihrem Mann in die wildwachsenden Getreidefelder hinein, weg von der Kirche und auch weg vom Highway.

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