Über Giskim

Was bedeutet »Quaerere Deum, invenire beatidudinem«? Was ist das Giskim-Projekt? Und wer steckt dahinter? Erhalte hier Antwort.

Als in der christlichen Gemeinschaft, der ich viele Jahre lang angehörte, theologische Streitigkeiten ausbrachen, kam ich auf die glorreiche Idee, die frühesten Kirchenväter zu lesen, um zu sehen, wie sie den Glauben verstanden haben. Das hätte ich nicht tun sollen, wenn ich mein bequemes spirituelles Leben mit seinen abgeschliffenen Kanten und übersichtlich sortierten theologischen Boxen hätte beibehalten wollen. Die Werke der Kirchenväter erschütterten mich zutiefst. Ihre Ansichten waren so anders, so radikal, so ungezähmt und so sehr durchtränkt von einem unbändigen Verlangen nach wahrer Vereinigung mit dem lebendigen Gott, dass das lodernde Feuer ihrer Gottesliebe auch mich in Brand setzte und mein Leben gehörig auf den Kopf stellte.

Sie zeigten mir einen Gott, der nicht in unsere Systeme und Schubladen passt, sondern ein verzehrendes Feuer ist, das unser ganzes Sein übernehmen und zu sich erhöhen will. Unmöglich ist es, diesen Gott in Worte zu fassen, und noch unmöglicher ist es, ihn zu begreifen, wie einst Gregor von Nazianz sagte. Wir können uns ihm nur zeichenhaft nahen; wir erkennen ihn sozusagen durch Symbole und Bilder, weil seine grenzenlose Realität zu unaussprechlich und zu unerkennbar für uns begrenzte Geschöpfe ist. 

Darauf weist auch der Name Giskim hin, was Sumerisch für »Zeichen«, »Hinweis« und »Omen« ist. (Sumerisch u.a. deshalb, weil es mich daran erinnert, dass Gott schon lange vor seiner Selbstoffenbarung im Juden- und Christentum da war und darüber hinaus stets derselbe unerschütterliche, unerklärliche, unvergleichliche Gott bleibt.) Er ist. In Ewigkeit.

24 dieser Gottesmänner, deren Werke ich nach und nach zu lesen begann – von den Anfängen der Kirche bis in die frühe Neuzeit hinein –, sprachen mich besonders an. Sie sind zu den spirituellen Vätern von Giskim geworden, von Ignatius von Antiochien bis Franz von Sales (s. weiter unten). Ihre Auswahl ist subjektiv. Einige große Namen fehlen, einige andere unbekanntere sind mir dafür geblieben. 

»Quaerere Deum, invenire Beatidudinem« – Gott suchen, Glück finden – ist gemäß dem Vorbild ihrer Sehnsucht nach Gott zu meinem Wahlspruch geworden. Das ist die Botschaft von Giskim: Echte (und nicht bloß eingebildete) Gemeinschaft mit dem Gott des Lebens ist das Größte, das wir in unserem Leben anstreben können.

»Quaerere Deum, invenire beatidudinem.«
»Gott suchen, Glück finden.«

Der Wahlspruch des Giskim-Projekts steht über all seinen Veröffentlichungen.

»Wir müssen uns mit Dichtern, Geschichtsschreibern, Erzählern, kurz mit allen Menschen abgeben, die uns irgendwie zur Förderung des Seelenheils von Nutzen sein können.«
Basilius der Große

»Non nisi te, Domine.«
»Nichts als dich, Herr.«

Der größte Wunsch des Thomas von Aquin soll das Giskim-Projekt antreiben.

Mein Name ist René Malgo, verheiratet mit der wunderbaren Wanda, drei prächtige Söhne, eine prächtige Tochter, tätig als Schriftsteller, Redakteur, Redner und Herausgeber des Giskim-Projekts.

Wenn dir seine Botschaft, »Quaerere Deum, invenire beatidudinem«, zusagt, überlege dir, ob du die Mission unterstützen willst. Das Giskim-Projekt kann nur dank seiner Gönner bestehen. Davon leben nicht nur meine Familie und ich, sondern sollen auch andere Beteiligte für ihre Mühen bezahlt werden können. Du entscheidest (gemäß der Gnade Gottes), ob das Giskim-Projekt es wert ist, weiter zu bestehen und zu wachsen.

Von den Giskim-Erzählungen abgesehen sollen sämtliche Inhalte (einschließlich des Newsletters) kostenlos zur Verfügung stehen, damit sie auch denen eine Hilfe auf ihrem Weg zum Gott der vollkommenen Glückseligkeit anbieten können, die nicht in der Lage sind, etwas zu bezahlen. Umso wichtiger sind deshalb die Förderer von Giskim. Sie tragen dazu bei, dass der hier vorgestellte Reichtum der Heiligen Schriften und der Väter des Glaubens für alle zugänglich bleiben kann.

Vielen Dank!

Fördere das Giskim-Projekt

Ist eine reale (und nicht bloß eingebildete) Vereinigung mit Gott im Alltag möglich? Wenn ja, wie kann sie uns glücklich machen und was müssen wir dafür tun? Das Giskim-Projekt will zu diesen Fragen echte und wirksame Hilfestellungen aus den Bereichen Kirche, Kultur, Leben und Fiktion geben.

Wenn dir dieses Anliegen zusagt, abonniere den Newsletter und überlege dir, ob du Förderer und Mitglied des Giskim-Projekts werden willst. Es ist auf die Unterstützung seiner Freunde und Gönner angewiesen, damit die Arbeit weiterlaufen und Erfolg haben kann.

Deine Freundlichkeit und Großzügigkeit machen das Giskim-Projekt möglich!

Die Botschaft, das Leben und das Ethos der Kirchenväter und späterer Väter im Glauben elektrisierten mich (der Umstände halber konzentrierte ich mich vor allem auf solche, deren Schriften gemeinfrei erhältlich sind). Ihre Einsichten waren so relevant für das Leben heute – gerade, wenn die Zeiten dunkler werden! Ihre sakramentale Weltsicht war magisch, aber nicht realitätsfern, ihre »gottverliebte« Mystik betörend, aber nicht abergläubisch. Ihre Schriften eröffneten mir eine aufregende neue Welt, die die Grenzen meiner kleinen spirituellen Kammer weit aufsprengten. Die Fülle des göttlichen Lebens, in ihrer ganzen kreativen Vielfalt, die ich bei diesen Vätern entdeckte, wollte ich unbedingt mit der Welt teilen! So wurde das Giskim-Projekt geboren.

Es geht mir nicht darum, längst Überholtes wieder aufzuwärmen. Das wäre auch nicht im Sinne jener Glaubensväter, von denen viele sehr offen für die wissenschaftliche Erkenntnis ihrer Zeit waren. Wo der Wissensstand heute gewachsen ist, werde ich keineswegs die Uhr zurückdrehen. – Die Väter dachten voraus, nicht rückwärtsgewandt. Das strebe ich auch an. Sie lebten – und zwar das erfüllte Leben –, mit ihren Ecken und Kanten, kreativ und oft exzentrisch, intensiv in ihrem Fühlen, messerscharf in ihrem Denken und stark in ihrem Charakter. Diese Qualitäten möchte ich für das Heute weitergeben: das volle göttliche Leben, das sich weder von den Umständen, der Welt oder dem Teufel beugen lässt, sondern sich an den ewigen Gott und seiner vielfältigen Schöpfung erfreut.

Zu den verschiedenen Perspektiven von Kirche, Kultur, Leben und Fiktion befasst sich das Giskim-Projekt mit dem, was uns in der Praxis wirklich glücklich macht, und das ist, mit einem Wort: Heiligkeit.

Gelebte Heiligkeit ist nicht nur für »Geistliche«, sondern sie ist die Quelle eines erfüllten Lebens für ganz normale Leute. Heiligkeit hat nichts mit frommen Phrasen, grauen Mäusen und profillosen Heuchlern zu tun. Im Gegenteil. Das Leben eines wirklich Heiligen pulsiert und blüht auf, sein Profil ist unverkennbar und einzigartig und sein ganzes Wesen ist frei von oberflächlicher Religiosität und leerem Geschwätz. 

Das möchte ich erreichen, und dafür soll das Giskim-Projekt, mit der Hilfe seiner 24 Väter, stehen.

René Malgo
Rheinklingen, im November 2021

»Wer aufsteigt, hört nicht auf zu ersehnen, was er schon kennt.«

Die Erkenntnis des Gregor von Nyssa, dass unser unaufhörliches Verlangen nach Gott auch unsere zunehmende Glückseligkeit bedeutet, prägt das Giskim-Projekt.

Die Giskim-Erzählungen

Giskim ist Sumerisch und bedeutet »Zeichen«, »Omen« oder »Hinweis«. Die Giskim-Erzählungen – ein Teil des Giskim-Projekts – sind Fantasy und symbolisch gemeint. Sie schildern den Konflikt zwischen den (fiktiven) Geschöpfen der Gegenwelt (Ätherwesen genannt) und den Menschen auf der Erde. – Nach und nach decken die veröffentlichten Kurzgeschichten und Fortsetzungsgeschichten auf, worum es in diesem Konflikt geht und wie weitreichend seine Auswirkungen sind. 

Wer tiefer in die Gegenwelt eintauchen, ihre Geheimnisse und Bildsprache schneller entschlüsseln will, kann auf Steady kostenpflichtig Giskim-Mitglied werden und erhält je nach gewähltem Abonnementspaket – »Agent«, »Ritter« oder »Mönch« – Zugriff auf weitere Geschichten, Hintergrundinfos und noch mehr Mitgliedervorzüge.